ViertelEins - Ruth Wagner-Jung
Shownotes
Wir sitzen mitten im Grünen und tauchen ein in die faszinierende Welt der Streuobstwiesen. Gemeinsam mit Ruth Wagner Jung spreche ich über alte Obstsorten, lebendige Artenvielfalt und die Herausforderungen, diese Kulturlandschaft zu bewahren. Von Walnüssen bis zu Apfelraritäten, von fleißigen Bienen bis zu seltenen Vogelarten – ich erlebe, wie alles miteinander verbunden ist. Wir diskutieren, was Streuobstwiesen so besonders macht, warum Pflege und Engagement wichtiger denn je sind und wie jeder selbst Teil dieser Tradition werden kann. Lauscht mit uns dem Vogelkonzert und entdeckt, warum Streuobstwiesen unser Kulturerbe sind, das es zu schützen gilt.
Streuobstwiese
https://de.wikipedia.org/wiki/Streuobstwiese
Lokale Agenda Schorndorf
[https://www.schorndorf.de/de/stadt-buerger/engagement-soziales/lokale-agenda-2030]
Mühlenhof-Mosterei Schorndorf-Weiler
https://www.muehlenhof-mosterei.de/
Fuchshofschule Schorndorf
https://www.fuchshofschule.de/
Pomologe Helmut Palmer
https://de.wikipedia.org/wiki/Helmut_Palmer
Öschberg-Schnitt
https://de.wikipedia.org/wiki/Oeschbergschnitt
FFH-Gebiet (Flora-Fauna-Habitat)
https://de.wikipedia.org/wiki/Flora-Fauna-Habitat-Richtlinie
Transkript anzeigen
00:00:01: Wir sitzen hier auf einer Streuobstwiese.
00:00:04: Dies ist der erste Podcast von der lokalen Agenda Schondorf.
00:00:08: Ich wünschte eigentlich, dass es kein Podcast ist sondern ein Film Denn das ist wirklich eine fantastische Umgebung.
00:00:13: hier Sieht toll aus!
00:00:14: Ich sehe über's Remstal ich hab um mich rum Obstbäume und die Vögel zwitschern Und ich hoffe... Das hört man auch im Podcast.
00:00:21: Neben mir sitzt die Ruth Wagner Jung.
00:00:25: Wir haben uns kennengelernt bei der lokalen Agenda.
00:00:27: Ruth ist in der Projektgruppe Streuobstwiesen, hallo Ruth!
00:00:31: Hallo Gabriele, wunderbar hier.
00:00:34: Wichtiges Sonnentag heute.
00:00:35: Er hatte erst schöne warme Tag ja?
00:00:37: Genau wunderbar.
00:00:39: mit Unterstützung tatkräftiger Unterstützung ringsrum folges Gezwitscher und gerade eben eine dicke fette Hummel vorbeigeflogen.
00:00:51: wir brauchen alle auf der Streu Obstwiese.
00:00:54: genau Streubswies ist ja so ein bisschen dein Thema, Ruth.
00:00:57: Wie bist du da dazugekommen?
00:01:00: Eigentlich schon immer aufgewachsen im schwäbischen Gemischtwarenladen landwirtschaftlicher Betrieb.
00:01:09: wir hatten von allem Ebbes wie das so klassisch ist im Remstal.
00:01:14: Wir haben jedes Jahr Apfelbäume gepflanzt Jedes Jahr und dann gab es diese Möglichkeit tiefer einzutauchen in das Thema Streuobstwiese.
00:01:29: Es gab die Ausbildung im Jahr zwei Tausend und zehn zur Kulturlandschaftsführerin Streu Obstwiesen, und ich habe gedacht – Das ist mein Thema!
00:01:42: Da bewerbe ich mich und ich hab' mich beworben und es hat geklappt.
00:01:48: Und seitdem lässt sich das Thema nicht mehr los, und ich bin noch intensiver eingestiegen in dieses Thema.
00:01:58: Und ... Ich komme aus dem Rems-Zahl, wir wohnen in Schondorf.
00:02:03: In Schondorff habe ich dann mit der lokalen Agenda zusammen den Schondörfer Apfelsaft organisiert, die Idee gegeben.
00:02:17: Den gibt's bis heute wunderbar!
00:02:22: Das ist ja diese tolle Verpackung, wo die Renate Busse auch eine Grafik dafür gemacht hat.
00:02:26: Eine Illustration, gell?
00:02:27: Genau.
00:02:28: und wir achten seit von Anfang an also immer wenn die Natur uns Obst schenkt.
00:02:36: das wissen wir erst wenn wir dann Richtung Herbst geht und wir die Äpfel anden können genau als alles in Schondorf passiert also alles innerhalb Schondorff bzw.
00:02:51: Teilorte.
00:02:53: Also aktuell wird unser Obst verarbeitet in der Mühlenhof-Mosterei in Schandorfweiler.
00:03:03: Und von Anfang an ist es ein lokaler Agendaprojekt, gemeinsam mit viele freiwillige Akteure und vom Anfang an zum Erhalt unserer Streuobstwiesen.
00:03:16: Und zwar nicht irgendwelche, sondern die städtische Streuopstwiesen!
00:03:23: Das ist ja auch diese tolle Kooperation letztendlich mit der Stadt und ihr seid dabei oder wir als lokale Agenda.
00:03:30: Und dann spielt die Fuchshofschule noch eine Rolle, gell?
00:03:33: Genau!
00:03:34: Die Fuchshofschule ist richtig super.
00:03:36: Die Fuchshof-Schule bekleidet uns von Anfang an – und zwar ohne Unterlass.
00:03:44: Sie unterstützt uns immer und ist einfach voller Tatentrank dabei.
00:03:54: Das ist toll, das sind ja diese Streuobstwiesen am Grüß Gottweg.
00:03:59: Und jetzt habe ich aber eine Frage, was unterscheidet denn eigentlich eine Streuopstwiese von einer Obstplantage oder so einem Obstanbau?
00:04:07: Also es hat etwas zu tun mit der Art von den Bäumen.
00:04:14: Eine klassische Streuabstwiesel unterschiedliche Obstsorten auf einem Stück.
00:04:24: Als im Schwäbischen sagt man Stückel, Güdle oder auch wenn es in dem flachen Gebiet ist dann sagt man Baumwiese und zwar sind da verschiedene Apfelsorten, Zwetschgen, Quitten für sich Aprikosen alles steht geordnet zusammen.
00:04:47: Also nicht jetzt quasi hundert Älze da oder sowas, sondern es sind einfach in der Regel hochstimmige großkronige Bäume die hier versprengt auf der Wiese steht und zwar immer nach den Wachstumskriterien.
00:05:09: Meistens die Kirschbäume oben wenn zum Hang ist Und immer so praktisch ausgerichtet, dass jeder Baum-Sorte, Baumart einfach in gute Bedingungen vorfindet.
00:05:26: Eine Sorte habe ich jetzt noch vergessen und zwar die Walnussbäume gehören auch dazu.
00:05:32: Da gibt es ja auch verschiedene Sorten.
00:05:35: war für mich ganz überraschend.
00:05:37: Es gibt ja diese Wälchen-Wahlenüsse heißen die Klappe, das sind die ganz großen und dann bis zu so relativ kleinen Walnüssen.
00:05:44: und dass es so viele verschiedene Soppen gibt, ist faszinierlich total weil Walnuss ist eigentlich Walnus denkt man so ne?
00:05:50: Ja das denkt man bei uns im Rheimeszahl so der hat die Walnis auch nicht so die Bedeutung wie in anderen Regionen.
00:06:00: aber was ich kennengelernt habe Ich bin auch immer offen für ein neues und ich habe kennengelernt die Rote Walnuss.
00:06:11: Und das wäre auch noch so praktisch so ein Projekt, die rote Wal nuss auf eine städtische Wiese einzuführen!
00:06:17: Das fände ich auch toll, ich hab noch nie ne rote walnuss gesehen.
00:06:21: Was ich schon gehört habe ist dass Menschen
00:06:24: diese...
00:06:25: grünen Früchte einlegen und so schwarze Walnüsse machen.
00:06:28: Kennst du das?
00:06:29: Das kenne ich genau, die muss man dann genau einlegen.
00:06:33: Und dann kann man die ganz dünn aufschneiden und dann sieht es sehr dekorativ aus weil wenn Waagrecht in schweine Scheiben aufschneiden, dann habe ich die ganz tolle Maaserung oder die Kontur von der Walnuss.
00:06:51: Sieht
00:06:51: ein bisschen aus wie eine Hirme?
00:06:53: Ja genau!
00:06:54: Das muss man schon jetzt aushalten.
00:06:56: Gut aber man muss das mögen.
00:06:58: also Ich bin einfach vor viele Sachen zum Ausprobieren offen.
00:07:04: Wenn es nicht meinem Gaumen hundertprozentig entspricht Dann muss sich das auch nicht haben.
00:07:13: Aber wir haben ja jetzt nachgepflanzt bei den städtischen Obstwesen und da haben wir auf eine Mischung geachtet.
00:07:21: Und zwar auf richtig alte Sorten, auf allergenarme Sorten ... Genau!
00:07:32: Und auch solche Sorten die es eigentlich fast gar nicht mehr so gibt.
00:07:38: Und das hat mich interessiert oder habe ich immer bewusst so gemacht, weil wenn die Kinder dann die volle reife Äpfel im Herbst essen, dann sagen sie immer, die schmecken voll gut!
00:07:53: Die schmecken besser wie die vom Maul.
00:07:57: Ja und das ist einfach ein Gewinn.
00:08:01: Das beglückt einfach, vollreife Äpfel vom Baum esse zu können.
00:08:06: Genau!
00:08:07: Wir haben gepflanzt ganz tolle Name.
00:08:10: Kaiser Wilhelm, Kardinal Bea und die ganz alte Sorte wie Gewürzlöger.
00:08:15: Und wir sitzen gerade unter einem Breddacher.
00:08:22: Der hat wirklich Power.
00:08:25: Also wir beobachten das der Breddarer ... gerade bei unserer heißen Sommer, richtig gut klarkommt.
00:08:34: Im Herbst hat der Predacher immer noch das schönste Laub, das grüne Laub.
00:08:42: Alle andere seien ein bisschen mitgenommen aus.
00:08:46: Der Predacher hat richtig große Äpfel!
00:08:50: unter Bredacher jede einzelne Apfel, der speichert so viel Flüssigkeit ein.
00:08:56: Das heißt, da gibt auch noch richtig viel Saft!
00:09:01: Also es ist einfach eine Wucht-Bredacher aufzusammeln und wir sitzen hier gerade unter einem riesigen Bredacherbaum Genau.
00:09:12: Und der ist jetzt im Augeblick, da wurden.
00:09:15: wir Sitzen auf die Wiese in ganz toller Schattenspender
00:09:18: und zum Glück hat er noch nicht die großen Äpfel, die uns dann gegebenenfalls auf den Kopf fallen könnten.
00:09:24: Aber Gewürzluiken kenne ich auch und das ist ja ein guter Apfel zum Essen.
00:09:28: während der Bretterhaar den verarbeitet man eher oder?
00:09:31: Der Bretter Haar ... Ja, das gebe ich dir recht!
00:09:34: Da ist jetzt net so... Kommt darauf an, wo er am Baum hängt.
00:09:38: Wenn er Richtung Sonne hängt, rote Backen hat Und schön gelb und rot ist, voll reif ist dann schmeckt er auch zum Essen.
00:09:48: Er ist ja lagerfähig aber er ist gut geeignet für Apfelkuchen.
00:09:56: Ist gut geegnet für Appelsaft.
00:10:00: Es ist ein Wirtschaftsapfel.
00:10:04: Kommt aber wiederhol's noch mal in der aktuellen Klimabedingung bei uns im Rämsaal richtig gut weg!
00:10:14: Was passiert hier sonst noch so auf den Streuungswiesen?
00:10:16: Was leben denn hier von Tieren.
00:10:18: Da leben richtig viele, also auf meiner Wiese hier da leben richtig vieles als.
00:10:24: wir haben die Bewohner unter der Grasnarbe Wir haben die Bewohner auf der Grasmarbe und die Bewohner im Herz.
00:10:35: vielleicht immer noch das Vogelkonzert Die Nistmöglichkeiten Totholz, in der sogenannten Habitate.
00:10:44: Wir haben hier jede Menge Hummeln und wir haben hier jedem Menge auch Blindschleichen und ja auch Schmetterlinge richtig viele.
00:10:58: Der erste da dieses Jahr kam war der Zitronenfalter mehrere dann hier Tagpfauen-Auge Also Schmetterlinge sind hier auch.
00:11:10: Und jeder Schmetternling hat sein spezielles Habitat, jetzt ist das Gras ja so gewachsen die letzte Tage.
00:11:19: Jetzt habe ich gemäht und hab überall eine Insel stehe lassen.
00:11:24: Auch immer im Blick für unsere Insekten.
00:11:33: Wir sehen mal ganz kurz still, vielleicht hört man dann dieses Vogelkonzert?
00:11:51: Was machten die Streubswiesen besonders als Lebensraum?
00:11:54: Welche Tiere würden sonst eigentlich gar nicht mehr überleben können, vielleicht.
00:11:59: Also hier auf diesem in dem Gebet Steinmäurig heißt es gewann.
00:12:06: da gibt's noch solche Vogelarten wie der Halsbandschnepper und da kommt zu uns, der ist bei uns jetzt angekommen im April Weil die Reise hierher, der brütet da und geht dann im Spätsommer auch wieder.
00:12:28: Und hier gibt es auch, was ich noch vergessen habe Eichel her.
00:12:34: ein paar Eicheln sind hier.
00:12:41: Der Nachbar hat hier Bienen.
00:12:43: also hier ist irgendwie intakte Welt.
00:12:47: Wenn es praktisch, wenn man die Streubstwiese aber nicht pflegt.
00:12:53: Dann haben keine Blüten da sind und ja dann tun sich auch die Hummeln schwer, tun sich die Wildbiene schwer, dann tun sie sich die Biene schwer.
00:13:05: also insgesamt ist in diesem Ökosystem greift ein Rad in das andere Und deshalb muss man immer schauen, dass hier irgendwo irgendwas blüht und das es passt.
00:13:18: Und ihr kommt grad... Sie ist da oben?
00:13:24: Die
00:13:24: Hornisse ja!
00:13:28: Genau die Streuobstwiese erstens mal tut einfach mir gut ich kann hier beobachten, ich kann ja einfach sitzen und lauschen Und dann passiert über uns was, passiert unter uns was.
00:13:47: Dann ist es so, dass sie auch mir Früchte schenkt und zwar fängt jetzt an ... Ich hab Girschen geschaut.
00:13:58: die ersten Kirschen hängen schon im Baum aber grün natürlich noch Aber das lässt einfach schon Die Vorfreude.
00:14:07: habe ich Kirschen gespürt, die vor Freude auf.
00:14:10: so eine knackige Kirsche frisch vom Baum ist einfach super.
00:14:15: Also es ist einfach ein Genuss hier in einer Wiese zu sein und es ist kein Park.
00:14:24: Es sind auch Totholzgebiete so dass wir schauen das hier Ein buntes Treiben sein kann.
00:14:36: natürlich nicht alle jetzt auf der Wiese, aber insgesamt sagt man das ist die Streuobstwiese.
00:14:44: Da haben Lebensraum für bis zu fünf tausend Tier- und Pflanzenarten und kein anderer Lebensraum.
00:14:52: bietet so viel Möglichkeiten wie die Streuobstwiese.
00:14:57: Das ist echt eine Hausnummer, das muss man einfach mal sagen und es ist ja schon auch ... da hatten wir uns vor drüber unterhalten.
00:15:04: dass ich sage immer mehr Stücke verwildern ist schon auch ein Problem weil diese Diversität bei den verwilderten Stücklern nicht gegeben ist.
00:15:12: Ja was es bei mir aber auch so ist?
00:15:16: Es gibt einfach Zeiten, da kommt man nicht so hinterher Und ich beobachte es in manche Grundstücke.
00:15:26: Wenn der ein, zwei Jahre nichts gemacht wird drei Jahre was immer wächst und sehr schnell wächst das ist einfach Prombeer.
00:15:37: Stimmt!
00:15:37: Und das wieder wegzukriegen ist mega anstrengend weil wenn da ein Trieb gewachsen ist dann wird er schwer dann kippt er vorne runter und das was dann auf die Erde praktisch ankommt, sie sofort würzeln.
00:15:54: Das heißt es geht ratzwatz zwei Grundstücke weiter.
00:16:00: da hat ein Besitzer der kam frischen Ruhestand.
00:16:06: gucke ich rüber und habe ich da irgendwas ist anders hab ich die Nachbarin gefragt sagt er isch im ruhestand und der gibt jetzt richtig Gas der hat wirklich die ganze Brombeerhecke weggemacht hat wirklich wohl richtig geschuftet, guck ich rüber und wieder alles da.
00:16:25: Also es ist wirklich Brombeer, kommt ganz schnell und das wieder wegzukriegen ist richtig anstrengend.
00:16:33: Ja,
00:16:33: da kann ich ehrlich gesagt auch ein Lied davon singen weil bei unserem alten Stücke was wir nicht mehr haben der Nachbar, das war nur noch Brombäer Und wir haben da aber dann tatsächlich die Stadt immer angeschrieben und haben gesagt, der Solbit ist seine Stücke jetzt wieder mähen.
00:16:48: Dann haben sie das regelmäßig gemäht, aber halt die Prompären waren ja trotzdem nicht weg.
00:16:56: Ja?
00:16:56: Wenn man hier sitzt... Was ist dein schönstes Erlebnis gewesen in deiner Streu-Obswiese oder bei dir auf deinem Habitat?
00:17:05: In dem natürlichen Ruhthabitat hier?
00:17:09: Mein schönstes Ergebnis!
00:17:13: fällt mir spontan gar nichts ein.
00:17:15: Mir fällt eher das anstrengende Eingrad aktuell, dass es hier der Boden in Steinmäurig ist ein richtig schwerer Lebenboden.
00:17:34: Wenn ich jetzt mit der Sparte... Ich würde jetzt glaube ich gar keine Sparte mehr reinkriege wenn man da jetzt Was rauskohlt hat, das geht gar nicht mehr von der Sparte weg.
00:17:44: Also richtig schwere Lähnboden.
00:17:47: Man muss richtig viel pflegen, dass was aufgeht oder dass der junge Baum anwächst, dass hier etwas gedeiht und wachsen kann.
00:17:59: Und jetzt auch geblicklich waren wir in Schondorf auch in diesem Gebiet ziemlich verschont geblieben von den Misteln.
00:18:11: Aber heute habe ich wieder beobachtet, dass die Misteln jetzt auch zu mir kommen und ich sie natürlich wegmache.
00:18:20: Das ist sehr anstrengend und dann einfach... ja aber ich gebe nicht locker!
00:18:28: Ich streng mich trotzdem an.
00:18:31: Und mein schönstes Erlebnis, es gibt einfach viele.
00:18:36: Einfach hier zu sitzen und ich weiß... Ich kann hier die Natur unterstützen bzw unsere Vogelwelt unterstützen.
00:18:47: Und vorher habe ich noch was vergessen!
00:18:49: Wenn das Abend ist und dann fliegt über meinen Stückel hier die Fledermäuse.
00:18:55: Ah toll!
00:18:56: Voll schön!
00:18:59: Ja, Fledermoise sind ja auch haben auch wenig Rückzugsortel.
00:19:04: Das sieht man immer weniger, gell?
00:19:06: Doch mir fällt noch was ein!
00:19:09: Unweit von uns ist mein Quittenbaum Birne für mich eine Quitte und er hat letztes Jahr eine Quinte mehrere hundert Gramm gewogen und ich habe Quitten direkt saft gemacht Und da kommt richtig gut an.
00:19:32: So was kann ich nirgends kaufen!
00:19:36: Der ist auch echt lecker, ich durfte den auch schon probieren und jetzt ist gerade ein Aurora-Fall dann uns vorbei geflattert.
00:19:42: Verlaute Quitten habe ich den gar nicht bemerkt... Aber wenn ich mal nach oben schaue, Vögel über uns und wenn ich jetzt reinschaue in den Bredacher Baum, richtig viele Insekten.
00:20:02: Die Blöde ist jetzt leider schon vorbei, die ging jetzt dieser Sack ganz schnell.
00:20:08: Der hat es richtig gesummt noch vor ein paar Tagen.
00:20:13: Tief durchatmen und das ist echt richtig schön hier.
00:20:18: Jetzt habe ich nochmal eine Frage zu den Bäumen.
00:20:22: Das sind ja letztendlich die Streubswiesen auf diese Hochstammbäume
00:20:26: angewiesen?
00:20:26: Genau!
00:20:27: Also letztendig saft ja auch nur Streubswiese genannt werden wenn sie so Hochstammbäume hat?
00:20:32: Nee, kann man so nicht sagen.
00:20:35: Im Moment hat man das definiert was das Land Baden-Württemberg unterstützt mit einer Streuobstförderung und da muss jetzt Hochstimme sein.
00:20:48: Im Remszahl hatten wir auch Halbstämme gehabt und es hat aus Sinn gemacht im Hang weil wenn die Krone Meter fünftig, Meter sechzig erst anfängt.
00:21:01: Da kann ich ja nichts von unten ernten und deshalb das Stückchen haben wir secondhand gekauft.
00:21:11: da sind jetzt nicht wirklich richtig viele Hochstämme sondern das sind alles in der Regel hier halbstämme oder dreiviertel Stämme Und es macht auch Sinn am Hang.
00:21:26: Und das Thema Streuobstwiese, also das Wort Streu Obstwiese feiert dieses Jahr.
00:21:35: Es hat einen einfünfzigsten Geburtstag und in einer Veröffentlichung im Aufsatz hat der Dr.
00:21:44: Bruno Ulrich erstmalig das Wort streuobbstwiese Benannt.
00:21:50: Da gab es nur andere Menschen, die einfach dann auch das Wort aufgegriffen haben.
00:21:55: Hier gibt's ein bisschen Diskussion.
00:21:57: Wer war jetzt der Erste?
00:21:58: Es gibt auch noch einen Herr Weller.
00:22:01: Ja und wer richtig für den Obstbau im Remstal auch gewirkt hat ... Den Namen möchte ich jetzt einfach an der Stelle auch erwähnen.
00:22:11: Das war der Pomologe Helmut Palmer Und er hat hier eingeführt den Öschbergsschnitt und hat diesen Schnitt, den hat er gelernt in der Schweiz.
00:22:25: Hat er ausgebaut!
00:22:27: Und zwar hat er die Bäume so erzogen dass sie es unten richtig breit sind nach oben also eingekürzt und zwar Bäume, wo ich das Gefühl habe die nehmen mich richtig in der Arm.
00:22:46: Also so ein armvoll Apfelbaum und er hat darauf geachtet dass Licht Luft Sonne praktischen alle Astbereiche hinkommt.
00:23:02: was leider das Problem ist hier bei uns dass es einfach schwierig ist mit dem Warmpflege.
00:23:13: Ich komme auch nicht so dahinter her, bin da ganz ehrlich.
00:23:18: Das ist einfach die Kenntnis dann das tun und dann der Abtransport vom Schnittgut.
00:23:28: Das wäre zum Beispiel ein Moment wo die Stadt unterstützen könnte vor allen Dingen private Stücklesbesitzer dieses Schnitt-Gut an definierter Stelle, wo man das hinbringen kann und dann die städtische Dünste abtransportiert.
00:23:48: Weil wie soll ich denn der Schnittgut in den PKW einladen?
00:23:54: Also genau!
00:23:56: Dann wäre vielleicht auch noch hier noch mehr Anreiz dass die Stückel gepflegt werden.
00:24:05: Ja da würde ich jetzt gleich zu der Frage kommen hast du so eine etwa Ahnung wie viel Streuobstückler, die letzten zehn Jahre verloren gegangen sind weiß weil die Leute eben halt das nicht mehr schaffen sich darum zu kümmern
00:24:21: kann ich nicht so genau sagen aber der stückel links von mir da haben sich die letzte zwei jahr ich glaube vier bäume verabschiedet.
00:24:40: irgendwann mal Geht einfach auch in Apfelbaum und Birnebaum kaputt, fällt dann um oder wird erst Stürrfelder um.
00:24:50: Und nachgepflanzt wird da nichts mehr.
00:24:54: Und obens stehen noch zwei die sind eingewachsen mit Efeu.
00:25:00: Und drunter versteckt sich die Mistel.
00:25:03: Und ein Baum davon das charakterisiert es auch der war der Efeus so schwer dass der ganze Baum mit samtem Evoi in die Knie gegangen ist.
00:25:17: Und nachgepflanzt wird nichts mehr, bei dieser Trockenheit wie jetzt ich habe zwei Bäume gepflanzt einen Kaiser Wilhelm komme ich jeden zweiten Tag zum Gießen weil es ist ja auch erstens mal viel Geldenbaum zu kaufen.
00:25:36: dann der zeitliche Anspruch praktisch Und ich hoffe, dass er sich ihn praktisch erhalten kriegt.
00:25:46: Das sind wir jetzt ja schon fast ein bisschen auch bei der Veränderung vom Klima.
00:25:51: Wir hatten die letzten zwei Tage ziemlich kalten Wind und das trocknet ja auch die Böden so stark aus.
00:26:00: Wie ist da deine Beobachtung in den letzten Jahren?
00:26:06: Also meine Beobuchtung ist einfach die, dass es die letzte Jahre immer früher so trocken wird.
00:26:14: Ja gut, in der ... schon Risik teilweise.
00:26:19: Gerade da, wo ich die Wiese hab.
00:26:22: Schon Risik und es fehlt einfach die Feuchtigkeit.
00:26:29: Und natürlich die große Bäume können dann schon mit den Kapillarwirkungen das Wasser noch von unteren Schichten hochtransportieren.
00:26:38: aber wir sehnet uns alle jetzt nach einer Erfrischung, also die Bäume eben auch.
00:26:48: Also es ist ja letztes Jahr und der vorletzte Jahr in einem Gebiet auch in Schondorf, da waren so dicke Risse, da bist du mit dem Schuh drin steckenblieben.
00:27:05: Es ist schon anstrengend geworden mit dieser Trockenheit.
00:27:10: Und ich habe das dieses Jahr nicht geschafft.
00:27:12: aber ... Ich habe mir das auf meiner To-do Liste.
00:27:17: Ich möchte hier auf meine Wiese ausprobieren Kaki Baum, wie der klar kommt in diesem Hang Westhang von Schondorf Kaki Baum.
00:27:33: und dann habe ich mich auch auf meiner to do Liste in Mandelbaum.
00:27:38: Ich möchte einfach hier ausprobieren, wie das funktioniert.
00:27:43: Ich habe hier beim Projekt auch mitgemacht auf meiner Wiese hier und zwar vom KOP Kompetenzzentrum Obstbau Bodensee und den sogenannten Streuobstwiesenbaum der Zukunft gepflanzt an den sogenannte Admiral.
00:28:06: Und der Admiral, das Standort war ein Feldversuch.
00:28:11: Also an verschiedene Flächen im Raum Baden-Württemberg ist er admiral gepflanzt, wo man dann immer am Ende vom Jahr praktisch Feedback gegeben hat und wie jetzt der Baum wieder gewachsen ist, wie viele Früchte und welche Beobachtungen.
00:28:30: Ich muss einfach feststellen meiner liebt glaube ich es ist kein geeigneter Standort Hier bei mir erlebt noch.
00:28:40: Aber er könnte einfach schon viel größer sein, und die Früchte sind auch nicht so optimal.
00:28:48: Also dieser Admiral ist auf meiner Wiese jetzt nicht der geeignete Standort.
00:28:54: Muss ich kurz fragen?
00:28:55: Ist das ein Apfelbaum oder was?
00:28:56: Das ist ein Apfelbaum genau in neuer Sorte.
00:29:00: Admiral ... Ich weiß gar nicht, ob man viele Obst- Baumschulgärtner haben nicht die Lizenze zu diesen Admiral veredeln.
00:29:15: Da, wo man die Bäume kauft, war das städtische Streubstwesen, hab ich auch explizit nach dem Admiral gefragt und er hat gesagt, nein, es geht bei ihm nicht.
00:29:25: Okay.
00:29:27: Klingt nach einem wählerischen Baum?
00:29:30: Ja.
00:29:31: Das ist einfach ein Feldversuch.
00:29:33: D.h.,
00:29:35: Es ist, glaube ich in der Köpfe schon angekommen.
00:29:40: Wie können wir praktisch das Habitat oder diese Streuobstwiese in die Zukunft bringen?
00:29:51: Wie kann es gelingen mit diesen Klimaveränderungen?
00:29:55: Welche Bäume sind dann einfach besser klar?
00:30:01: Und wenn man jetzt hier sitzt und das Gelände Man sieht es noch teilweise, an dem meine Wiese war früher ein Weinberg.
00:30:15: Und dann kam die Reblaus, dann war das gewesen mit dem Weinberg und dann wurden Bäume gepflanzt.
00:30:23: Jetzt einfach zu gucken was passiert dann?
00:30:27: Also praktisch wenn bestimmte ob Sorten nicht mehr klar kommen.
00:30:33: Also wie schon gesagt, ich möchte ja nächstes Jahr ausprobieren Kaki und Wandel.
00:30:39: Das bin ich auch immer ganz spannend.
00:30:41: Die Römer haben hier die Maronen
00:30:47: mitgebracht.
00:30:48: Deswegen wachsen sie an den Weinbergen am Rand, maronenbohlen.
00:30:53: Bisher waren die Früchte relativ klein aber das verändert sich gerade.
00:30:58: Wenn man jetzt in Richtung Falls schaut, wo ja auch die Mantelbäume gepflanzt werden.
00:31:02: Weil wir schon länger letztendlich wärmere Temperaturen haben in der reinen Ebene bin ich schon gespannt was sich hier dann eben entwickeln wird da draus.
00:31:14: Was braucht es denn dass die Streuops wie sie eine Zukunft haben Ruth?
00:31:23: Es ist Brot einfach das wollen und zwar viele kleine Stückles Besitzer, so Hammershalt hier im Rämszahler oder in Württemberg.
00:31:36: Das kommt einfach von der Realteilung.
00:31:39: Die brauchen einfach Unterstützung.
00:31:42: Sie können nicht alles machen und die sind aber echt wichtig.
00:31:47: Und zwar Unterstützung von staatlicher Seite, kommunaler Seite, städtischer Seite... Das ist einfach ideell!
00:32:00: finanziell.
00:32:01: Und ich sage jetzt mal so, dass es eigentlich selbstverständlich ist wenn ich dann hier in städtisch Apfelsaft habe aus städtes Streuobstwiese das sind das das Produkt der Wahl ist.
00:32:14: also es geht einfach um die Bewusstheit und wir haben ja nicht von der lokale Agenda nur unseren Apfelseft sondern wir haben auch unseren Honig weil ohne Biene geht auch nichts.
00:32:30: Genau, wir sind jetzt dabei noch zu überlegen nach einem weiteren Produkt.
00:32:34: Es braucht einfach hier die vor allen Dingen zur ersten ideelle Unterstützung also das gehört werden und dass es einfach auch klar ist, es geht nicht für die Projektgruppe Streuobstwiese aus persönlichen Gründen sondern das geht um uns alle!
00:32:56: Das geht um unser... Kulturgut, um unser Wohnen und unsere Natur.
00:33:05: Und es macht doch einfach viel mehr Laune in blühende Obstwiesen, Streubwiese spazieren zu laufen oder an einen Brombeerhäcker vorbeizurennen.
00:33:21: Es ist da wie bei der Blüte geht auch beim Fruchten.
00:33:25: Das regt die Sinne an.
00:33:28: duft der Lein, das Schöne oder sich erfreue an dem Gezwitscher.
00:33:33: Wir sind immer hier unterstützt von unserer Vogelwelt und genau also das wünsche ich mir einfach dass es jetzt kommt die Hornisse wieder aber die bleibt von uns weg aber die hat schon ein ordentliches sound drauf.
00:33:51: ja Ja und alles hier, das alles klebt voneinander miteinander.
00:33:58: Also ich komme nochmal auf den Punkt die ideelle Unterstützung zu.
00:34:03: vorderst und eben auch dann wenn wir Wünsche haben dass es einfach denn auch gehört wird und das eine oder andere da braucht man gar nicht so viel Geld das ist einfach dann umsetzt wird dass es nicht so schwer ist und fünfmal nachfragen, sondern das einfach klar ist.
00:34:24: Die tun was für unsere Umwelt und dass das dann gehört wird.
00:34:30: Und ganz wichtig magst du vielleicht noch erzählen?
00:34:31: Weil man kann ja sich beteiligen indem er im Herbst auf die Bäume, auf die städtischen Bäume ein Gebot abgibt.
00:34:40: Genau!
00:34:40: Das erzähle ich gern weil unsere Altfordere waren richtig schlau.
00:34:47: Vor fünfzig Jahren, circa, das streitet sich immer so die Experten.
00:34:52: Aber ich sage jetzt mal plus minus.
00:34:54: fünfzig Jahre haben eine städtische Obstwiese angelegt.
00:35:00: Das ist auch ein besonders geschützter Bereich.
00:35:04: Das sind sogenanntes FFH-Gebiet Flora Fauna Habitat Gebiet und zwar da stehen Das sind überwiegend Apfelbäume.
00:35:16: Am Rand stehen ein paar vereinzelte Birnbäime, aber in der Reihe stehen unterschiedliche Apfelsorten und zwar frühe, der Jakob Fischer dann kommt die Goldparmene Gewürzlöge Bretaher manche Reihen Bosskopf Dann kommen der Rheinische Bohnapfel, da kommt die Stanrenette Ontario-Breddacher.
00:35:47: Ich hoffe jetzt dass ich das nicht wiederholt habe.
00:35:50: und dann kann man so eine Reihe erst steigern kaufen quasi oder auch zwei oder auch drei und dann kanne ich alle Äpfel.
00:36:02: diese Reihe die Natur uns die Äpfels schenkt, kann ich dann ernten.
00:36:08: Und diese Äpfel kann ich dann abgeben bei der Moszerei.
00:36:11: und dann habe ich mein eigener Apfelsaft.
00:36:15: Der Kollege und ich schauen uns jede Reihe an, wir laufen durch und schätzen alles was im Baum hängt!
00:36:23: Diese Betrag den wir festlegen, den möchte mir haben... Aber es ist immer sehr wohlwollend geschätzt.
00:36:33: Und mit diesem Geld des Sammlermeer, und wenn wir genug Geld haben, dann pflanzen wir Apfelbäume nach!
00:36:42: Es ist ein durch und durch ehrenamtliches Projekt.
00:36:46: Und es gibt Menschen die seit dreißigvierzig Jahre von der Oma, die Eltern und jetzt die Enkelkinder wieder ihre Reihe kaufen quasi, der Ertrag jedes Jahr kaufen.
00:37:01: Und es ist einfach schön wenn solche Traditionen innerhalb der Familie von Generation zu Generation weitergegeben wird.
00:37:14: Und es ist ja auch ein tolles Erlebnis.
00:37:15: und man muss ja dann nicht mal eine eigene Stübde haben, sondern man kann quasi ne Apfelärmte einfach mal mit seinen Kindern machen ohne den Stress zu haben.
00:37:25: Ich muss net mehr, ich muss net schneiden, ich darf einfach...ich muss a paar Euro zahlen und darf dann ärmten!
00:37:33: Das ist doch ein super Angebot.
00:37:35: Genau
00:37:36: und jetzt nach diesem Podcast müsste doch bei der nächsten Versteigerung die Halle voll sein oder?
00:37:40: Genau.
00:37:42: Also die wird sein, weil das mit der Natur ja immer früher ist.
00:37:46: Das wird sein quasi Anfang... ...ist halt immer dann die Ferienzeit August und meistens findet Stadt wichtigster Ort im zentralen Ort in der Stadt nämlich am Rathaus, am Marktplatz.
00:38:05: Und dann freuen wir auf ganz viele Menschen, die eine Reihe kaufen der Ertrag kaufen und dann pfläglich mit den Bäumen umgehen, alle Äpfel mitnehmen und ein leckerer Chondrover Apfelsaft haben.
00:38:20: Super!
00:38:25: Wir sind jetzt eigentlich so weit ... Ich denke wir haben über ganz viele Dinge uns unterhalten.
00:38:31: Gibt es noch einen Satz, den du den Hörern und Höreren mitgeben möchtest?
00:38:39: Die Streuopswies ist einfach mein Fitnessprogramm mental und körperlich die ganze Zeit unterstützt von einem ganz lieblichen Vogelkonzert.
00:38:55: Jetzt schweigen wir noch mal kurz und dann hören wir das vielleicht?
00:39:07: Rot, vielen Dank!
00:39:09: Bitte
00:39:10: war mir eine Freude dich beim ersten Podcast zu haben.
00:39:13: ich bin sehr gespannt wie unsere neue Reihe dann auch ankommt
00:39:18: Genau Und
00:39:19: freuen uns auf Feedback von den Hörern und Hörerinnen.
00:39:22: Ja Vielen Dank
00:39:24: Dankeschön.
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